Wandlung
Der Mitsubishi Eclipse Cross Instyle ist noch nicht lange auf dem Markt und macht gerade eine Wandlung durch. Wie schlägt er sich im Test?
2018 erschien der erste Mitsubishi Eclipse Cross. Eine Mischung aus Coupé und SUV. Das Design war sehr auffallend. Entweder es gefiel einem oder eben überhaupt nicht. Es gab nichts dazwischen. Zuerst trieb ganz klassisch ein Benziner den Japaner an und ging dann 2021 zum Plug-In über als Teilzeitstromer. Nun kommt eine Überarbeitung und nutzt den Spender vom Renault Mégane. Der ist nur als Elektro erhältlich und folglich kommt auch Mitsubishi mit diesem Antrieb.
Auf ihn zu gehen
Somit spricht der Mitsubishi mehr Kunden an und die Front hat ein eigenes Gesicht, sodass man nicht gleich die Verwandtschaft mit Renault erkennt. Nun füllen wir erst mal den 87 KWh Akku. An der heimischen Wallbox geht dies in sechs Stunden über die Bühne. Schnellladen geht natürlich auch und dies schafft er in durchschnittlichen 45 Minuten. Hier gibt es Bessere im Umfeld. Setzten wir uns in den Eclipse und hier merkt man dann ganz klar, dass es ein Renault ist. Dies soll überhaupt nicht negativ sein, denn der Hochkanttouchscreen ist in vieler Sicht positiv. Er kann mehrere Anzeigen übereinander anzeigen. z.B. die Navikarte und unten Information zu Auto, Radio etc. Man kann auch die Klimasteuerung anzeigen lassen und was sehr gut ist, man steuert sie auch über echte Tasten. Top! Auch die Lenkradtasten sind gut lesbar und bedienbar. Hinter dem Lenkrad wird es dann aber mühsamer. Zum einem steckt dort der Wählhebel, denn man schnell mit dem Wischerhebel vertauscht. Oder die Bedienung der Radio/Medienwiedergabe versteckt sich als Bedieninsel und muss erst auswendig gelernt werden. Sonst hat man aber zu viert gut Platz und bringt noch gute 545 Liter Gepäck unter.
Auf Reise
Nun aber Kabel raus aus der Wallbox und auf die Piste. Der Mitsubishi zeigt uns eine Reichweite von 403 km an und wir wissen aus Erfahrung, es wird sicher weniger sein. Also auf in den Test. Auf den ersten Metern fällt uns auf, dass er weicher abgestimmt ist als der Franzose. Der Japaner schluckt die Bodenwelle sehr gekonnt. Nur wenn es dann auf Kurvenhatz geht, bleibt er etwas hinter seinem Spender her. Dies ist jedoch nicht schlimm, er fährt sich immer noch sportlich um Biegungen. Wohler fühlt er sich auf der Autobahn und hier hilft der Eclipse Cross dem Fahrer mit Assistenten, dass er entspannter am Ziel ankommt. Er fährt sicher dem Vordermann hinterher, bleibt in der Spur und liesst meistens die Temposchilder korrekt. Er warnt den Fahrer mit einem angenehmen Ton, wenn er zu schnell unterwegs ist. Wenn es doch nervt, der kann es auch ausschalten. Nun weiss jeder was jetzt kommt. Genau die Abrechnung wie weit der Mitsubishi kommt. In unserem Test kam er auf 370 km. Es herrschten kalte Temperaturen und wer sich so richtig Mühe gibt, der kommt sicher knapp über 400 km.
Preise
Wer die Preisliste von Renault und Mitsubishi zur Hand nimmt, der bemerkt, dass der Japaner teurer ist. Doch man muss hier hinzufügen, dass Mitsubishi ganze acht Jahre Garantie gibt und zum Teil bessere Ausstattung besitzt. Wer sich für den Japaner entscheidet ist mit Fr. 42’998.- dabei.
Positiv (+)
Ausgewogenes Fahrwerk
Gutes Infotainment-Touchscreen
Tasten für Klimasteuerung
Negativ (-)
Bedieninsel für Radiobedienung
Temposchilder nicht immer korrekt erkannt
Geschrieben am 16.04.2026 von Patrick Schärli
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