Kein Mainstream
Der Citroën ë-C5 Aircross Long Range Max kommt mit einem Facelift zu uns in den Test. Was macht ihn so anders?
Den Citroën C5 gibt es schon seit 2001 als klassische Limousine und Kombi. 2008 kam die zweite Generation bis 2017. Dann kam der Bruch, da sich Limousinen und Kombis nicht mehr so gut verkauften, versuchten sich die Franzosen mit dem C5X. Eine Mischung aus Limousine und Crossover. Gleichzeitig brachten sie den C5 Aircross auf den Markt als klassischen SUV. Nach guten acht Jahren ist es nun Zeit ein Facelift über ihn zu ziehen.
Mainstream
Klar war 2017 das Ziel mit dem Strom mit zu gehen und auf den SUV-Markt auf zu steigen. Die Franzosen gingen aber ein paar eigen Wege und dies sieht man dem Aussendesign an. Beim aktuellen Modell noch mehr. Das Gesicht trägt kein zweites Modell auf dem grossen Markt. Auch hervorstechen die Rücklichter, die sogar abstehen. Also eines ist schon sicher. Als Aircross-Besitzer fährt man kein Massen-Modell das in der Masse untergeht. Während wir den Akku aufladen steigen wir mal ein. Vorne sitzt man schon fast wie zu Hause auf dem Sofa. Der erste Eindruck, dass die Sitze in Kurven den Körper nicht in Position halten kann, bestätigt sich auch später auf der Testfahrt. Die Franzosen verbauen ein Lenkrad mit ein paar Ecken drin. Ein kleines Display sitzt vor dem Lenkrad für die Informationen, von denen man viele abrufen und anzeigen kann. Es kann sogar die Google-Karten via Android-Auto anzeigen. Auch erstaunlich das grosse Hochkant-Infotainment-Display. Bis anhin war man von Stelantis mehr kleine Display und vorrallem in die Breite gewohnt. Dadurch lässt es sich dank grossen Felder gut bedienen. Nur die Klimaanlage ist etwas fummelig, wenn sie während der Fahrt bedient werden muss. Über Ablagen kann man sich nicht beklagen, die sind in Hülle und Fülle vorhanden. In der zweiten Reihe sitzt man zu dritt auch noch gut über weite Strecke. Im Kofferraum kommen gute 565 Liter unter und lässt sich auf 1668 Liter erweitern.
Akku voll
An der Wallbox ist nach gut acht Stunden unser 97 kWh Akku voll. An einem Schnelllader kann er mit maximal 160 kW laden, was im Umfeld kein Rekord ist. Nun aber Kilometer abspulen. Der C5 zeigt uns deren 420 an. Mit seinen 231 PS reisst der Citroën keine Bäume aus und die Beschleunigung nach vorne geht ohne Hektik von statten. Der Franzose schwimmt sehr gut mit dem Verkehr mit und in der Stadt filtert er Verwerfungen sehr gut weg. Wenn es um Kurvenfahrten geht, lässt er gang klar anderen den Vortritt und fährt lieber sicher hinter her. Der C5 will hier nicht mit dem Mainstream schwimmen, wie so mancher Konkurrenten, die versuchen Sportlichkeit ihrer SUV an zu trainieren. Auf der Autobahn ist der Citroën ein guter Begleiter. Er hält sicher und brav den Abstand und bleibt in der Spur. Jedoch kämpft der Franzose auch wie andere Hersteller mit der Zuverlässigkeit beim ablesen der Temposchilder. Nun sind wir wieder von unserem Austritt zurück und der Aircross hielt gute 440 km durch.
Preise
Den C5 Aircross kriegt man auch als Hybrid mit dem 1.2-Benziner ab Fr. 30’800.-. Als rein Elektriker muss man Fr. 38’800.- auf den Verkaufstisch legen. Gut ausgestattet wie im Test kommt der Preis knapp über Fr. 50’000.-.
Positiv (+)
Gute Sitze vorne
Gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis
Sehr gutes komfortables Fahrwerk
Negativ (-)
Klimabedienung fummelig während Fahrt
Temposchilder nicht immer richtig erkannt
Geschrieben am 15.10.2026 von Patrick Schärli
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