Luxus Kompakt

Der DS N°4 Etoile Plug-In-Hybrid kommt mit einer Überarbeitung zu uns in den Test. Kann er sich jetzt vermehrt im Strassenbild zeigen?

Der DS4 erblickte 2011 das Licht der Welt. Dazumal noch unter dem Logo von Citroën. Die Franzosen entschieden 2015 die Marke los zu lösen und gründeten die DS Automobile. Dies war auch Zeit für ein Facelift und die Doppelbögen verschwanden vom Blech. Drei Jahre später wurde die Produktion eingestellt und 2021 kam dann die zweite Generation auf den Markt. Nun war es wieder an der Zeit ein Facelift über den DS4 zu stülpen.

Ein seltenes Bild

Mit dem Facelift haben die Franzosen den DS4 nachgewürzt und er steht sehr gut da. Am Besten warten wir noch bis am Abend, denn dann sieht man das beleuchtete DS-Logo an der Front. So sollen die anderen zwei Mal in den Rückspiegel schauen, wenn wir mit dem Franzosen von hinten heranfahren. Dem Einem und Anderem wird es erst Rätsel aufgeben was es für eine Marke ist. Nun aber zurück an das Tageslicht. Die Front sieht sehr schnittig aus und fällt aus der Masse schon mal auf. Die Formsprache zieht sich nach hinten bis zum Heck mit ihrer präsenten Aufschrift «DS Automobiles». Neu ist bei den Franzosen, dass das Modell immer die Bezeichnung N° bekommt und bei unserem Fall heisst er N°4. Wenn wir uns annähern kommen die Türgriffe aus ihrer Versenkung. Wenn man zu lange wartet verschwinden sie wieder. Aber keine Angst, wenn man sie mit der Hand aufdrückt bleiben sie wieder draussen. Im Innern empfängt uns der gewohnte Luxus von DS. Sehr schön, überall hat es noch echte Tasten zum Bedienen. Weniger erfreulich ist das Infotainment. Es lässt sich leicht bedienen, nur sind gewisse Bedienung etwas verschachtelt und müssen mühsam gesucht werden. Besser man erledigt dies im Stehen. Reichlich Platz geniessen die ersten beiden Passagiere. Sie werden verwöhnt von Massagen sowie Sitzbelüftung in diesen heissen Tagen. In der zweiten Reihe muss auf dies Annehmlichkeiten verzichtet werden. Jedoch sitzen sie bequem, wenn sie zu zweit sind.

Auf die Strasse

Mit dem Akku kommt man rein elektrisch mit dem DS N°4 75 km weit. Was für den Alltag vollkommen ausreicht. Anschliessend kommt der 1.6-Benziner zum tragen und schaufelt mit den Elektromotor 240 PS auf den Antriebsstrang. Erstaunlich sparsam geht der Franzose mit dem fossilen Treibstoff um. In unserem Test verbraucht er im hybridischen Modus sechs Liter auf 100 km. Auf den Strassen bemerkt man schnell die Straffheit des DS, was nichts mehr mit den alten Tugenden zu tun hat. Schade, denn die Déesse war ja wie auf Wolken. Klar die neue bolzt nicht in den Rücken rein und hat eine angenehme Spreizung zwischen Sport und Komfort. Auch über Kurvenreiche Strecken kommt der Franzose gut mit, sichert sich aber kein Spitzenplatz. Auf der Autobahn geniesst der Fahrer die Assistenten, die ihm helfen den Abstand, die Spur zu halten und den Umblick zu behalten. Er liesst auch die Temposchilder, was nicht immer korrekt ist und zum Glück er es nicht in den Abstandsregeltempomat einfliessen lässt.

Preise

Die N°4 bekommt man mit dem 1.2-Hybrid ab Fr. 37’100.-. Für den Plug-In müssen mindestens Fr. 47’100.- im Geldbeutel sein. Mit viel Ausstattung wie im Test kommt der Preis leicht über Fr. 60’000.-. Man bekommt den DS auch als rein elektrische Variante zum gleichen Preisverhältniss wie der Plug-In.

Positiv (+)

Gute Sitze vorne

75 km elektrische Reichweite

Guter Verbrauch als Hybrid

Negativ (-)

Etwas straff abgestimmt

Bedienung zum teil verschachtelt

Geschrieben am 30.09.2026 von Patrick Schärli