GSX-8T
Die Suzuki GSX-8T kommt im Retrolook daher. Was ja heute wieder voll in ist. Wie schlägt sie sich im Alltag in unserem Test?
Suzuki steigt auch in die Retrosparte ein mit der GSX-8T. Inspiriert durch die Suzuki T 500, die bis 1975 gebaut wurde. Dies kommt auch nicht ganz von nirgendwo her. Der Franzose Arthur Vidal arbeitet im europäischen Suzuki-Design-Entwicklungszentrum in Turin. Er besitzt so eine T 500 und brachte dessen Design gekonnt auf die 8T.
Ab auf die Piste
Ganz bequem kann man seine Füsse flach auf den Boden legen und die 8T aufstellen. Startknopf drücken und der 800er Twin blubbert vor sich hin. Dann wollen wir mal los. Schon die ersten Meter sind wir eins mit der Maschine und fühlen uns sauwohl. Auch kein Wunder, denn die Basis stammt von der guten GSX-8S. Mit flauschigem Drehmoment fahren wir fast so wie auf Watte über Verwerfungen. Klar die Japanerin kann die Kanten im Teer nicht vertuschen, aber sie fährt sehr gut über sie hinweg. Dank bequemer Sitzbank gehen viele Schläge hier schon verloren und sie hilft viele Kilometer aus zu halten. Durch die Stadt lässt sich die Suzuki gut fahren ohne ins stuckern zu kommen. Nun wollen wir aber den Hahn mal aufdrehen und es zaubert uns ein Grinsen ins Gesicht. Die geht ab wie die Post. Die Traktionskontrolle hält dies sehr gut in Schacht (in drei Stufen einstellbar). Man merkt ihr wirken nur durch das Flackern der Lampe. Somit ist die Abstimmung tadellos. Nun aber mal in die Kurven legen, auch dies geht wie selbstverständlich von der Hand. Auch der Wechsel auf die andere Seite lässt die Japanerin ohne Murren über sich ergehen. Man durchquert die Radien ohne an Morgen zu denken. Man will gar nicht mehr aufhören, denn die Suzuki verzeiht auch mal Fehler ohne den Piloten gleich zu erschrecken. Auf der Autobahn wird es dann schon arg unangenehm, denn der Wind zerrt schön am Fahrer. Die GSX-8T bleibt Spurstabil, auch bei Seitenwind, doch der Biker muss sich gut gegen die Luftwand stemmen. Den Spass kann man mit gut vier Liter auf 100 km bewegen. In Anbetracht der Leistung ein guter Wert.
Rundgang
Nun mal noch in Ruhe anschauen, was die Turiner hier gezeichnet haben. Wenn man genau hinschaut sieht man schon das eine und andere Teil von der 8S. Jedoch gelang es ihnen sehr gut mit anderen Teilen es zu kaschieren. Ein Novum auch für Suzuki sind die Lenkerspiegel ganz aussen. Normalerweise kommt das Spiegelbild zum Teil ins flackern, nicht so bei der 8T. Wir hatten immer klare Sicht nach hinten. Die Farbe Bronze passt wie gegossen zum Bike und es kommen immer wieder Leute näher heran um es unter die Lupe zu nehmen. Die Japaner haben ein TFT-Display verbaut, das sich wie bei allen Modellen gut ablesen lässt. Schön wären Rundinstrumentendarstellung gewesen, aber vermutlich reichte das Budget nicht mehr aus.
Preise
Die Suzuki GSX-8T bekommt man ab Fr. 10’895.- in den Farben Candy Burnt Gold (wie im Test), Metallic Mat Steel Green und Metallic Mat Black.
Positiv (+)
Sehr zugänglich
Bequem über viele Kilometer
Guter Verbrauch
Negativ (-)
Keine Rundinstrumenten-Anzeige
Windig auf Autobahn
Geschrieben am 16.09.2026 von Patrick Schärli
Neueste Kommentare