Grandland
Der Opel Grandland Electric Long Range ist der grösste SUV bei den Deutschen. Wie schlägt er sich mit dem Elektroantrieb?
Opel kam ja früh in den Markt der SUVs. 1991 sah der Frontera das Licht der Welt. Dazumal schon mehr ausgerichtet für Förster und Jäger, aber wie bei vielen anderen Marken auch, kam er immer mehr auch in den Städten vor die Gesichter der Menschen. Bis 2004 wurde er gebaut und 2006 übernahm der Antara seine Stellung. Er hielt sich bis ins Jahr 2015. Wieder zwei Jahre Ruhe und dann kam der Auftritt des Opel Grandland, der 2024 ein Facelift bekam. Neben Benziner, Hybrid und Plug-In kam zum Schluss der Elektroantrieb hinzu.
Aufladen und umsehen
Ein Musterschüler ist der Grandland an der Wallbox nicht. Er braucht wie andere auch seine sechs Stunden um seinen 96 kWh-Akku voll zu bringen. Etwas Zeit um sich auf die bequemen Vordersitze nieder zu lassen. Vor dem Lenkrad sitzt eine digitale Tachoeinheit, die sich gut ablesen lässt und sich von klassischen Anzeigen bewusst fernhält und sich auf die wesentlichen Informationen beschränkt. Das breite Infotainment-Display lässt sich im Grunde einfach bedienen. Links und rechts bleibt immer die Temperaturverstellung stehen. Wäre eigentlich nicht nötig, da eine Leiste mit richtigen Knöpfe darunter liegt für die Bedienung der Klimaanlage. Die Smartphones lassen sich kabellos spiegeln und Opel hat hier eine schöne Lösung. Man kann sein Smartphone induktiv laden und den Schacht zu machen. Ein Plexiglasscheibe gibt dann noch Sicht auf das Natel, wenn dann eine Nachricht oder sonstiges reinkommt. Hinten haben drei Personen gut Platz und der Grandland nimmt im Heckabteil noch 550 Liter Gepäck mit. Für den Besuch im Ikea lässt sich der Raum auf 1645 Liter erweitern.
Los geht es
Die Anzeige verrät uns 450 km Reichweite. Was ja weit weg ist vom Katalog, der 650 km verspricht. Aus Erfahrung wissen wir, dass dies ja Utopie ist und dass die Anzeige im Auto auch nicht immer der Wahrheit entspricht. Doch in unserem Test kommt der Opel Grandland auf 420 km, ein guter Wert! Nun aber auf die Strasse. Der Deutsche fährt sich recht gut durch die City, auch wenn man den einen und andern Absatz spürt. Etwas Straffheit sollten doch gut für Kurven sein? Nur bedingt, denn das Fahrwerk machen die Sportlichkeit noch mit, aber der Lenkung fehlt etwas Rückmeldung um den letzten Millimeter des Radius perfekt zu fahren. Für den normalen Fahrer ist der Grandland genug sportlich. Auf der Autobahn nutzt er sein Potenzial schon mehr aus. Die Assistenten helfen dem Fahrer aktiv in der Spur zu bleiben, den toten Winkel zu überwachen und dem Vorderman im richtigen Abstand zu folgen. Falls mal ein Temposchild übersehen wurde, zeigt es der Opel dem Piloten an. Er warnt ihn auch, falls er dann doch zu schnell fährt. Nur leider erkennt er nicht immer die Schilder korrekt. In der Nacht schneiden die LED-Scheinwerfer den Gegenverkehr sehr gut aus und stellt beim aufschliessen ein schönes Schauspiel in die Dunkelheit.
Preise
Nun was kostet der Grandland? Für Budgetorientierte beginnt es bei Fr. 39’270.- mit dem 1.2-Hybrid. Für die elektrische Variante werden Fr. 43’390.- veranschlagt. Das Spitzenmodell ist der AWD mit zwei Elektromotoren und 325 PS Gesamtleistung ab Fr. 54’990.-.
Positiv (+)
Gute Platzverhältnisse
Plexiglasscheibe für Smartphone
Gute Reichweite
Negativ (-)
Lenkung fehlt es letzten Feinschliff
Fahrwerk etwas straff für längere Reisen
Geschrieben am 19.08.2026 von Patrick Schärli
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