Lange Geschichte
Die Suzuki DR-Z4SM will ab ins Gelände und gleichzeitig auch den Einstieg bieten für die ersten Gehversuche in der Motoradwelt.
Seit 1954 baut Suzuki Motorräder und wenn wir dem Stammbaum der DR-Z4 folgen, kommen wir bis ins Jahr 1969 zurück. Somit eines der ersten Maschinen der Japaner. Damals hiess sie noch TS 250 und wurde bis 1989 produziert. 1982 kam der Nachfolger, die DR 250. Womit der Name schon eine Verbindung mit der heutigen eingeht. Übrigens die Buchstaben DR stehen für Dirt Road oder Dual Road. Sie wurde nur sechs Jahre lang produziert. 1990 erblickte die DR 350 das Licht der Welt und fand bis kurz vor 2000 den Weg aus den Produktionshallen. Seit der Jahrhundertwende wird die DR-Z400 produziert und verkauft. Nun kommen die neusten Produkte mit dem Zusatz S und SM, aber ohne die vielen Nullen.
Familiengesicht
Unverkennbar von vorne ist die DR-Z4SM als Suzuki erkennbar mit ihrer kleinen Scheinwerferlinse. Auch die Makzary-Folierung fällt auf und der eine und andere läuft näher an die Japanerin heran. Auch die blauen Felgen sind ein Eye-Catcher, sowie auch der Arrow-Endtopf. Weniger trifft dies auf die linke Seite zu. Parallel zum Auspuff sitzt da auch ein schwarzer Topf. Im Ersten denkt man über einen Werkzeugkoffer nach, jedoch ist dort der Aktiv-Kohle-Filter platziert, der die Abgase reinigt und wieder der Verbrennung hinzufügt. Es gibt aber bei Händlern schon elegantere Lösungen. Im Cockpit verbauen die Japaner ein klassischen LC-Display nach alter Schule. Es sind alle Informationen vorhanden, inklusive Ganganzeige, wo man ja früher immer mitzählen musste um zu wissen in welchem man ist.
Auf die Piste
Die DR kann ja Gelände und Strasse. Wir testen sie hauptsächlich auf dem Teer. Der 1-Zylinder wecken wir per Knopfdruck und die Suzuki zeigt schon mal sein Statement an Motorsound. Ganz leicht lässt sich die Kupplung bedienen, nur muss immer beachtet werden, dass genug Gas anliegt beim losfahren, da man ihn leicht abwürgt. Einmal in Fahrt klappt das wundervoll und man ist gut integriert in die Z4SM. Der 400er hat leichtes Spiel mit der Maschine und seinem Piloten zu bewegen. Man spürt nichts von dem Ride by Wire. Was den klassischen Seilzug zur Drosselklappe entfallen lässt und nur noch per Kabel angesteuert wird. Sprich ein Potenziometer im Gashebel registriert Stellung und gibt die Information an die Steuerung der Drosselklappe weiter. Weniger modern ist die Suzuki bei der Schaltbox. Sie hat nur fünf Gänge, kein Blibber und Quickshifter. Die Japanerin lässt sich hervorragend um Kurven zirkeln und macht richtig Spass. Auch der Sound des Endtopf macht immer wieder Spass und zum Glück nervt er bei Ortsdurchfahrten nicht und hält sich zurück. Doch die Fahrt sollte nicht zu lange gehen, denn das Sitzpolster ist hart und für längere Fahrten unbequem. Auch wer etwas kurze Beine hat muss an der Ampel dann zum Teil auf den Zehen stehen um die Suzuki zu halten. Zum Glück ist sie nur 154 kg schwer. Erfreulich ist dagegen der Gang zur Tankstelle. Im Test flossen 3.2 Liter Benzin auf 100 km durch die Einspritzdüsen.
Preise
Die Suzuki DR-Z4S gibt es ab Fr. 8’895.-. Für die Z4SM verlangen die Japaner denselben Preis.
Positiv (+)
Leichtfüssig zum fahren
Geringer Verbrauch
Klasse Auspuff-Sound
Negativ (-)
Harte Sitzbank
Gang-Box veraltet
Geschrieben am 02.09.2026 von Patrick Schärli
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