O Panda mio

Der Fiat Grande Panda 1.2 Hybrid La Prima weckt den bekannten Namen auf und zeigt dies in ein paar Stilelementen. Wie gut kommt er in unserer Zeit an?

Wer kennt den Ur-Panda nicht? Jeder sass schon mal in einem oder sah ihn auf der Strasse. 1980 brachte Fiat ihn auf die Strasse, gezeichnet dazumal von Giugiaro schlich er sich sehr schnell in die italienischen Herzen. Erstaunlich lange produzierten sie ihn bis ins Jahr 2003 und verkauften ihn vier Millionen Mal. Der Nachfolger war dann nicht mehr so kantig, sondern mehr rundlich und der Zeit angepasst. 2012 wird er nochmals überarbeitet und läuft heute noch vom Band. Nun der Auftritt des Grande Panda, der die Stilelemente vom Urahn übernimmt und wieder auf kantig setzt.

Auf die Suche

Von Aussen ist schon mal klar mit der Kante will er sich an den Ur-Panda erinnern. Rundum findet man überall den Schriftzug «Fiat» und «Panda», als wolle man, dass man nicht vergisst mit wem man es zu tun hat. Ganz cool das schwarze Quadrat in der D-Säule. Von einem Blickwinkel sieht man den Fiat-Schriftzug und von der anderen das alte Logo mit den schrägen Strichen. Im Innern findet man auch den kleinen Panda auf dem Armaturenbrett und ein Andenken an die Handschuhfächer von dazumal. Natürlich hat der Italiener unten noch ein klassisches. Den Materialien sieht man seinen günstigen Preis an, denn es ist fast überall Hartkunstoff verbaut. Etwas Auflockerung gibt das Bambus ähnliche Material. Daneben ist das Cockpit schlicht aufgebaut mit gut ablesbaren Digitaltacho. Auch das Infotainment ist schlicht und lässt sich relativ einfach bedienen. Sehr gut die separaten Bedienleiste für die Klimaanlage. Vorne sitzt man noch gut ohne grossen Seitenhalt. Jedoch hinten wird es für Erwachsene etwas enger und ganz besonders die Kopfstützen stören bei anlehnen nach hinten. Im Kofferraum nimmt der Fiat ordentliche 412 Liter mit. Für seine Klasse ist dies ein guter Wert.

Auf die Strasse

Neben dem rein elektrischen Panda gibt es ihn auch klassisch mit Benziner und Hybrid. Letzteres steht bei uns im Test. Der 1.2-Benziner startet immer mit an und läuft erstaunlich ruhig mit seinen drei Zylindern. Rein elektrisch fahren geht fast nicht, dafür stellt der Italiener an der roten Ampel Konsequenz ab. Nur was in unserem Test immer wieder passierte, dass er wieder ein schaltete. Was durch die Klimaanlage noch logisch erscheint, da sie angetrieben wird. Was jedoch nicht ganz logisch ist, er stellt wieder ab. Dies macht er so ca. in 20 Sekunden Takt. Auch schaltet der Fiat nicht immer schön und es gibt etwas Unruhe im Vorwärtsdrang. Man gewöhnt sich schnell daran und in der Stadt stört dies weniger, da es immer ein stopp and go ist. Über Landstrasse huscht der Kleine nicht so gerne, denn die Lenkung gibt da wenig Rückmeldung, doch er um zirkelt die Kurven ohne grosse Dramatik. Auf der Autobahn hilft der Panda dem Fahrer mit einem Tempomat und Toten-Winkel-Assistenten. Das Tempo liest er, aber wie auch bei anderen Hersteller, nicht immer zuverlässig. Parkieren kann der Italiener dafür sehr gut durch seine Kantigkeit kann man ihn gut einschätzen. Leider enttäuscht er uns beim Verbrauch. Im Test flossen 6.4 Liter Benzin durch die Einspritzdüsen.

Preise

Schon ab Fr. 15’990.- steht der Fiat Granda Panda vor deiner Haustür. Für den Hybrid muss eine Ausstattungslinie höher genommen werden und kostet dann mindestens Fr. 20’990.-.

Positiv (+)

Gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis

Gute Übersicht nach vorne

Platz im Kofferraum

Negativ (-)

An Ampel oft ein und ausschalten des Benziners

Hinten für Erwachsene eng

Geschrieben am 05.08.2026 von Patrick Schärli