Bequem auf Tour

Der Suzuki S-Cross Compact Top Hybrid kommt mit neuem Motor zu uns in den Test. Wie schlägt er sich?

Wenn wir uns durch den Stammbaum vom S-Cross ackern kommen wir bis in das Jahr 2000 zurück. Nur gab es dazumal noch kein Modell mit dem Namen S-Cross. Bei der Jahrhundertwende kam der Suzuki Ignis auf den Markt. Er wird noch heute produziert, jedoch schon länger nicht mehr bei uns im Angebot. Er war ein Teil für das entstehen des S-Cross. Der zweite Zweig beginnt im Jahr 2001 mit dem Liana, der bis 2007 produziert wurde. Daraus entstand als Nachfolger im 2006 der SX4, der dann sechs Jahre den Zuname S-Cross bekam. Seit 2022 verschwand das SX4 und es blieb nur noch das S-Cross stehen.

Einsteigen

Wenn man ja der Geschichte nachgeht von der Limousine Liana zum S-Cross, sitzt man schon bedeutend höher und vor allem bequemer. Klar gibt es im Umfeld viel bessere Sitze, doch für die Preisklasse sind sie sehr gut. Man blickt auf ein sehr aufgeräumtes Lenkrad mit echten Tasten. Vor dem Lenkrad schaut man auf ganz klassische und analoge Instrumente. Schade, dass die Japaner nicht ein digitales Display eingebaut haben. Doch Nostalgiker werden es lieben. Auch werden sie lieben, dass man die Klimaanlage noch klassisch mit Tasten bedient wird. Dies ist aber auch in der Moderne der bessere Weg um nicht unnötig von der Strasse abgelenkt zu werden. Das Infotainment ist in der heutigen Zeit angekommen und kann sogar das Smartphone kabellos spiegeln. Auf der Rückbank können sogar drei Personen gut sitzen. Klar nicht über tausende von Kilometern, aber für eine Runde von ein bis zwei Stunden geht dies. Den Kofferraum kann man sogar mit der Cargo-Stellung vergrössern, indem die Sitzlehne steiler gestellt wird. So kann der Suzuki zwischen 430 und 1230 Liter schlucken.

Unterwegs

Neu ist jetzt ein 1.4-Liter-Benziner und nicht mehr ein 1.5er im Bug. Er leistet mit dem Elektromotor 110 PS und 235 Nm. Wobei alleine stromern kann der S-Cross nicht. Der Akku wird während der Fahrt geladen und speist dann hauptsächlich Strom für die ganzen Aggregate. Somit kann der Suzuki bei Stillstand den Benziner ausknipsen. Dies funktioniert sehr gut, weniger gut ist das losziehmoment. Wenn man aus der Parklücke losfahren will, zieht der Japaner schon ordentlich vorwärts und man muss aufpassen, dass man nicht irgendwo dagegen fährt. Aber einmal auf der Strasse zeigt er sich von der angenehmen Seite. Man fährt unspektakulär, im positivem Sinn, durch die Stadt. Kurven mag der SUV nicht sonderlich, er hackt sie als Pflichtprogramm ab. Auf der Autobahn folgt der Japaner dank Abstandsregeltempomat dem Vordermann. Dies vollführt er gut, nur dass der kleinste Abstand etwas gross ist und so immer wieder andere Verkehrsteilnehmer vorne einscheren. In unserem Test verbrauchte der S-Cross durchschnittlich sieben Liter auf 100 km. Für ein SUV ist es ein guter Wert, doch wenn man es mit anderen Hybrid-Modellen vergleicht keine Glanzleistung.

Preise

Den Suzuki S-Cross bekommt man ab Fr. 27’990.-. Richtig gut ausgestattet wie im Test kommt der Preis dann auf knapp Fr. 40’000.-.

Positiv (+)

Gute Platzverhältnisse zu Aussendimensionen

Viele richtige Bedientasten

Kofferraum variabel

Negativ (-)

Durchschnittlicher Verbrauchswert

Kleinster Abstand noch zu gross (Abstandregeltempomat)

Geschrieben am 24.06.2026 von Patrick Schärli