E-volution

Der Suzuki e-Vitara Compact Top ist das erste Elektroauto der Japaner. Wie gut gelingen ihnen dieser Einstieg?

Suzuki ist bis jetzt immer bekannt für preiswerte, kompakte und zum grossen Teil geländefähige Autos. Seit 1988 gibt es den Vitara als einer der ersten SUV. Dazumal angedacht für den Jäger und Förster, die durch enge Wälder mit 4×4 unterwegs waren. Der erste hatte nur drei Türen und kam so auf eine Länge von 3650 mm. Später kam eine Version mit fünf Türen und der Japaner wurde mit der Zeit auch immer mehr in der Stadt gesichtet. Den Allrad behielt er immer als Option bei. Nun betretet Suzuki Neuland und steigt in die Welt der Elektroautos ein. Auch beim e-Vitara bleibt die Tradition des 4×4 erhalten. Dann lass uns mal sehen wie er sich schlägt.

Innen

Erst einmal laden wir den 61 kWh-Akku voll. Dies geht an der heimischen Wallbox mit knapp sechs Stunden recht lang und auch beim Schnellladen saugt der Vitara auch nur 75 kW, was auch eine Dauer von knapp einer Stunde ergibt. Hier stehen die Japaner mehr auf Dauerhaftigkeit und Akkuschonen, um eine länger Laufzeit zu erreichen. Somit genug Zeit um den Innenraum in Augenschein zu nehmen. Der ist erstaunlich frisch und jung. Bis anhin war es in Suzuki-Modellen auf Einfachheit gehalten. Auf dem Lenkrad sind richtige Tasten verbaut und das Display davor liesst man schnell und sicher ab. Man kann sogar die Navigationskarte innerhalb einer Uhr anzeigen lassen. Für die Klimasteuerung gibt es separate Knöpfe, was sehr gut ist um sie während der Fahrt sicher zu bedienen. Das Infotainment hat man schnell begriffen und es spiegelt das Smartphone sogar kabellos. Auf allen fünf Plätzen sitzt man bequem, wobei logischerweise zu dritt im Fond es etwas enger wird um die Schulter. Im Heckabteil passen noch gute 562 Liter rein.

Auf in die City

Die Anzeige im Vitara gibt uns ein Aktionsradius von 310 km an. Sieht erst mal nach wenig aus, aber eine sehr gute Nachricht in Bezug auf Konkurenzmodelle: Der Suzuki schafft dies in unserem Test auch, bei anderen Hersteller wird schnell nach unten korrigiert. Nun aber ab in die Stadt, da wir den kompakten Japan-SUV immer mehr dort antreffen. Der Vitara fährt angenehm durch die City und auch flink, denn ein kurzer Stoss auf das Gaspedal und die 183 PS ziehen ordentlich vorwärts. Parkieren wird schon etwas schwieriger. Durch die breiten C-Säulen und kleinen Heckfenster sieht man fast nichts nach hinten. Doch dank rund-um-Kameras findet man den Weg in die Lücke gut, auch durch die zusätzlich Sicht von oben herab. Nun aber noch ein Stück Autobahn unter die Räder nehmen. Hier unterstützt der Vitara den Fahrer mit Assistenten. Neben Toten Winkel und Spur überprüfen, hält er auch den Abstand zum Vordermann. Der Japaner hält sich zuverlässig an diese Aufgabe, jedoch ist der kleinste Abstand noch zu gross, sodass im Test immer wieder andere Verkehrsteilnehmer vorne rein gefahren sind. Um eine stärkere Bremsung zu verhindern, haben wir entweder den Assistenten abgeschaltet oder rechtzeitig in die Pause geschickt.

Preise

Den e-Vitara gibt es ab Fr. 31’990.-. Gut ausgestattet wie im Test steht knapp Fr. 40’000.- auf dem Preisschild. Den Vitara gibt es weiterhin mit Benziner ab Fr. 31’490.-.

Positiv (+)

Reichweitenanzeige korrekt

Einfache und logische Bedienung

Gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis

Negativ (-)

Ladegeschwindigkeit

Abstand bei Regelautomat etwa gross

Geschrieben am 14.05.2026 von Patrick Schärli