Nützlich?
Der Skoda Kodiaq RS will Sportlichkeit mit hohem Nutzwert verbinden. Wie bringt der Tscheche dies auf die Strasse?
RS steht bei Skoda für die Abkürzung Rallye Sport. Logischerweise stehen die Modelle der Tschechen nicht hochbeinig und ausgeschlachtet für den Kunden bereit um bei der nächsten WRC mit zu fahren. Bei Skoda steht es für die sportlichste Linie mit dem stärksten Motor, sportliche Anbauteile und straffere Abstimmung.
Innen RS
Innen möblieren die Tschechen den Kodiaq edler aus. An vielen Orten wurde Alcantara verbaut. Nicht nur bei den Sitzen, sondern auch auf dem Armaturenbrett sowie in den Türtafeln. Auf den Vordersitzen merkt man seine Grösse. Zum einen muss man etwas hochsteigen und einmal Platz genommen hat man viel Raum um sich. Skoda brilliert ja immer wieder mit seinen kleinen Detaillösungen wie Schirm in der Tür oder Eiskratzer im Tankdeckel. Auch mit der Bedienung machen sich ja die Tschechen auch immer wieder Gedanken. Beim Mutterkonzern VW wird viel mit Touch bedient, wie der Slider unterhalb des Touchscreen. Den schmeisst Skoda raus und verbaut Drehknöpfe mit Mehrfachfunktion. Beim Temperaturrad kann man daraufklicken und kann sich dann die Intensität der Sitzheizung auf oder zudrehen. Den mittleren kann man für die Lautstärke, Navikartenzoom, Gebläse oder Fahrprogramme benutzen. Auch verstellen lässt sich der Tacho in der Ansicht. Auf dem grossen Touchscreen funktioniert die Bedienung gut durch die grossen Touchflächen. Weniger erfreulich ist der Umstand, dass der Wählhebel an das Lenkrad rechts wanderte. Zwar gibt es mehr Platz in der Mittelkonsole, doch der Blinker und Scheibenwischer müssen sich dann ein Hebel teilen und dies braucht dann doch etwas Eingewöhnung. In der Reihe 2 hat man im Kodiaq auch jede Menge Platz rund um und geniesst auch kuschelig warme Sitzheizung. Den Tschechen kann man sich auch als Siebensitzer bestellen und somit zur Not mehr Personen transportieren. Stolze 910 Liter bringt der Kodiaq mit fünf Personen noch in den Kofferraum. Geht es dann zum Ikea bringt der Tscheche dann 2105 Liter unter.
Auf die Piste
Nun wollen wir doch mal sehen was hinter dem RS steht. Im Bug arbeitet der 2-Liter-Benziner mit 265 PS und verteilt dies, wenn es nötig ist, auf alle vier Räder. Schon beim Starten des Verbrenners wird sportlicher Sound generiert. Der erste Tritt auf das rechte Pedal bringt ein Grinsen ins Gesicht, denn es ist erstaunlich wie der Kodiaq nach vorne zieht in Anbetracht von fast zwei Tonnen Leergewicht. Der Skoda lässt sich gut um Kurven zirkeln, doch bemerkt man an der Grenze seine Höhe und Gewicht. Er kann aber auch gut Kilometer fressen und hilft dem Fahrer den Abstand zum Vorderman einzuhalten. Der Spur folgt er auch, sowie den Geschwindigkeitstafeln. Wenn er sie denn auch richtig liest. Im Test kam es immer wieder vor, dass der Tscheche etwas falsch interpretiert hat und den Abstandsregeltempomat anpasste. Wir mussten immer wieder eingreifen und stellten dadurch den Assistenten ab. So viel Gewicht und Power muss auch gefüttert werden und dies merkt man dann an der Tankstelle. Im Test flossen 9.1 Liter Benzin auf 100 km durch die Einspritzdüsen. Auf flotten Fahrten kommen dann gerne mal 12 Liter raus.
Preise
Den Skoda Kodiaq RS bekommt man ab Fr. 67’290.-. Einsteigen kann man bei Fr. 48’490.- mit dem 1.5 Benziner und 150 PS.
Positiv (+)
Drehräder für Klimabedienung
Sehr gute Platzverhältnisse
Nobel eingerichtet (RS)
Negativ (-)
Blinker und Wischer auf einem Hebel
Temposchilder nicht immer korrekt gelesen
Geschrieben am 21.01.2026 von Patrick Schärli
Neueste Kommentare