Stolzer Skoda

Der Skoda Enyaq Sportline 85x kommt mit neuem Dress zu uns in den Test. Wie gut stellt er sich in den Mittelpunkt?

Skoda gehört schon einige Jahre zum Volkswagen-Konzern und mauserte sich schon lange als Geheimtipp, dass man gute VW-Qualität für einen guten Preis bekommt. Die Tschechen hinkten mit der neuesten Technik immer einen Schritt hinter den Deutschen her, doch heute sind sie auch schon am Zug, wenn der Mutterkonzern Neues auf den Markt bringt. Der Enyaq verkauft sich auch schon besser als sein Spender VW ID4 und mit dem Facelift rücken die Tschechen noch mehr in den Vordergrund und tragen an der Front nicht mehr das Logo, sondern schreiben selbstbewusst Skoda hin.

Innen vieles richtig

Ja auch der Enyaq führt einen Schirm in der Tür mit oder hat den Kartenhalterclip an der Frontscheibe für die blaue Parkkarte. Auch sonst machen die Tschechen sehr viel richtig. Auf dem Lenkrad sitzen echte Tasten und Walzen. Warum dies VW nicht in ähnlicher Form übernimmt, bleibt ein Rätsel. Auf jeden Fall im Tschechen geht die Bedienung intuitiv und leicht. Jedoch blickt man wie bei den Deutschen auf ein kleines Display vor dem Lenkrad, das die wichtigsten Infos anzeigt. Der Rest wird auf die Frontscheibe projiziert. Ganz cool ist hier die 3D-Ansicht der Pfeile für die Navi, die im richtigen Moment auf einem zufahren für das Abbiegen. Leider hat Skoda trotzdem die Touchleiste von VW übernommen, die etwas fummelig zu bedienen ist während der Fahrt. Hoffentlich setzen sich die Knöpfe wie im Kodiaq durch um den nächsten Enyaq besser bedienen zu können. Die Bedienung des Infotainment klappt gut und man ist schnell in der Logik drin. Vorne wie hinten sitzt man schon fast feudal. Man hat auch im Fond richtig viel Platz und reist gerne über viele Kilometer. Für die grosse Reise kann der Tscheche gute 585 Liter in den Kofferraum stecken.

Dann ab auf die Reise

An der heimischen Wallbox kriegen wir den Enyaq innerhalb von acht Stunden voll. Die Anzeige verspricht uns 350 km Reichweite. Das wollen wir herausfinden, also los, Stecker raus und ab auf die Piste. Erst einmal durch die Stadt, denn hier fährt der Skoda recht entspannt und man spürt nur ab und an eine Welle im Teer. Die automatische Rekuperation hilft so viel Strom wie möglich wieder in den Akku zu bringen ohne dass der Fahrer bremsen muss. Der Enyaq erkennt, wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug verzögert und tut dies auch. Gut, noch kurz über den Hügel um die Familie ab zu holen. Durch die getrennten Motoren hinten und vorne kann die Elektronik viel schneller reagieren als eine mechanische Verbindung. So kann der 4×4-Antrieb noch besser genutzt werden und dies funktioniert recht gut. Das Gewicht kann der Skoda logischerweise nicht ganz kaschieren. Nun ist die Familie mit und wir biegen auf die Autobahn ab und hier hilft der Skoda dem Fahrer entspannt am Ziel an zu kommen mit seinen gut funktionierenden Assistenten. Die Kilometerangaben werden immer kleiner und gehen bei 320 km auf null. Zum Glück kann der Enyaq mit bis zu 175 kW laden. Gut, das können andere besser. Bei uns war der Skoda in 40 Minuten wieder bereit für die Weiterfahrt.

Preise

Mit Fr. 51’710.- kann man sich als Eigner von einem Skoda Enyaq nennen. Wie im Test kommt der Einkaufpreis auf Fr. 65’000.-.

Positiv (+)

Sehr gute Platzverhältnisse

Richtige Tasten auf Lenkrad

Ausgewogenes Fahrwerk

Negativ (-)

Touchleiste

Schnellladen nur max. 175 kW

Geschrieben am 04.03.2026 von Patrick Schärli