E-SUV für alle
Der Skoda Elroq Sportline kommt als kompakter SUV für jedermann zu uns in den Test. Kann er alle Wünsche abdecken?
Der Skoda Karoq gibt es schon länger auf dem Markt und verkauft sich hervorragend. Er deckt alles ab was thermisch angetrieben wird, sprich die Verbrennerpalette. Nun kommt noch eine elektrische Variante hinzu und die nennen die Tschechen Elroq.
Innen
Somit sind die Platzverhältnisse Innen auf gleichem Niveau. Trotz Batteriepack im Boden geniessen vier Personen bequem Raum zum Reisen. Erst der Akku erzeugt im Kofferraum Einschränkungen von 50 Litern. Somit können im Elroq noch 470 Liter genutzt werden. Die nutzt der Skoda sehr gut. Das Ladekabel findet Platz im Netz unterhalb der Hutablage und versperrt nicht den Boden. Diesen kann man auch gleich etwa in der Hälfte einklemmen und nutzt dann zwei gleich grosse Etagen. Wie sagt man so schön «simply clever». Nun aber wieder nach vorne. Hier blickt man auf ein minimalistischen Tacho. Wie aus der VW ID-Reihe übernimmt auch der Elroq das kleine Informationsdisplay mit den relevantesten Infos. Mehr Informationen kommen über das Head-up-Display. Sehr schön! Die Tschechen haben nicht alles aus dem Mutterkonzern übernommen und bauen richtige Tasten und Walzen auf das Lenkrad. Das Infotainment projiziert die Inhalte der Smartphone kabellos. Die Sprachassistentin «Laura» kann per KI sogar auf ganze Fragestellungen antworten, wenn dann der Empfang gut genug ist um auf den Server zu zugreifen. Leider ist die Klimaautomatik auch auf den Touchscreen verlegt worden, was sich während der Fahrt sich als fummelig gestaltet zum Bedienen.
Auf die Strasse
In acht Stunden ist der 82 kW/h Akku des Elroq vollgeladen. Schneller kann der Skoda am Schnelllader mit 175 kW laden und schafft es so knapp über einer halben Stunde für eine Vollladung. Die 286 PS geben einen kleinen Tritt nach vorne, wenn der Stempel nach unten gedrückt wird. Jedoch spürt man hier mehr die 545 Nm, die von null weg anstehen und somit auch einen Porsche an einer Ampel kurz stehen lässt. Durch die Stadt fährt der Tscheche ausgewogen und das Fahrwerk kommt eher in sportlich gefahrenen Kurven an seine Grenze. Aber immer in der sicheren Zone und im Notfall hilft das ESP. Jeder Familienvater hat aber mit dem Kompakt-SUV seine Freude, wenn er mal alleine über seine Hausstrecke flitzt. Auf der Autobahn hilft ihm der Elroq seine Familie sicher und komfortabel ans Ziel zu bringen. Der Skoda hilft in der Spur zu bleiben und hält zuverlässig den Abstand zum Vordermann. Er übernimmt sogar die gelesenen Temposchilder in den Tempomaten. Nur schade, dass der Tscheche immer wieder falsch interpretiert und wir dadurch es relativ schnell abschalten. Im Verkehr kann er auch gut die Rekuperation umsetzen, wenn das Auto vorne bremst, greift der Skoda schon sanft ein um wieder Energie zu Punkern. In unserem Test zeigte der Skoda uns 440 km Reichweite an und wir schafften dann tatsächlich 320 km.
Preise
Ab Fr. 36’960.- bekommt man den Skoda Elroq. Gut ausgestattet wie im Test kommt der Preis auf Fr. 52’000.-.
Positiv (+)
Gute Platzverhältnisse
Echte Tasten und Walzen auf dem Lenkrad
Gutes Fahrwerk
Negativ (-)
Klimasteuerung auf Touchscreen
Temposchilder nicht immer korrekt gelesen
Geschrieben am 05.02.2026 von Patrick Schärli
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