SUV für jedermann?
Der Suzuki Vitara Compact Top Hybrid kommt mit neuem Motor und kleiner Auffrischung. Wie schlägt er sich bei uns im Test?
Die Japaner bauen den Vitara auch schon seit 1988 ununterbrochen bis heute. Er wurde immer wieder angepasst und mit neueren Technik ausgestattet. Viele Jäger und Förster benutzen es als Fortbewegungsmittel im Wald, da der Suzuki kompakt ist und 4×4 besitzt. In den letzten Jahren sieht man den SUV auch immer mehr von Stadtmenschen bewegt.
Steigen wir ein
SUV typisch steigt man ganz bequem ein. Dies ist sicher auch ein Grund warum man den Vitara immer öfters auf den Strassen sieht. Die Sitze sind bequem, halten den Fahrer jedoch nicht fest, was zum einem bequem und zum anderen keine sportliche Gefühle hervorruft. Auf dem Lenkrad sind ganz klassisch Tasten und die sind gut beschriftet. Die Bedienung hat man in Nu raus. Die Tachoeinheit ist überschaubar mit Einstellungen und somit gut und einfach ablesbar. Ganz nach alter Schule. Beim Infotainment sind die Japaner nachgerutscht und bieten auch Smartphoneanbindung und dies sogar kabellos. Leider ist Suzuki auch auf den Zug aufgestiegen und regelt alles über Touch und hat keine Direktasten. Dies lenkt während der Fahrt schon enorm ab. Doch weiter unten sind zum Glück wieder richtige Tasten und Regler verbaut für die Klimaregelung. Zu Viert findet man gut Platz im Vitara ohne irgendwo an zu stossen. Mit der fünften Person wird es hinten enger, aber aushaltbar. Für die Reise nimmt der Japaner 362 Liter mit. Was in dieser Klasse durchschnittlich ist. Für den Grosseinkauf kann die Rückbank 1/3 zu 2/3 umgeklappt werden und erreicht einen Raum von 1119 Liter.
Losfahren
Den Vitara gibt es nur noch mit Hybridantrieb. Er hat zwar immer noch 4×4-Antrieb, doch in Verbindung mit dem 1.4-Sauger ist er sicherlich auch immer mehr aus den Wälder verschwunden. Nun wir gehen mit dem Japaner aber auf die Strasse. Der Elektroantrieb kann nicht all zu lange den Vortrieb geben, hauptsächlich arbeitet der Benziner und der Stromer unterstützt ihn beim Beschleunigen oder Ampelstopp. Das Zusammenspiel nimmt man fast nicht wahr und die Antrieben arbeiten gut miteinander. Es kommen nie sportliche Gefühle auf und somit fährt der Suzuki bequem durch die Stadt. Zwischendurch kommen lange Wellen bis zum Fahrer durch, aber im Grossen und Ganzen macht er einen guten Job. Auf der Autobahn folgt er dem Vordermann und warnt bei verlassen der Spur. Leider wirkt die Regelung nicht harmonisch. Mal hält der Vitara den Abstand gut, dann gewinnt er wieder mehr Abstand, dass andere vorne reinkommen. Im Test gab es aber nie eine brenzlige Situation. Eher nervend war die Tempoerkennung. Sie hat die Schilder nicht immer zuverlässig gelesen und es bimmelt immer, wenn man zu schnell fährt. Doch zum Glück kann man den Ton auf ein erträgliches Niveau senken oder ganz ausschalten. Der Suzuki Vitara verbrauchte in unserem Test 6.7 Liter auf 100 km. Kein Spitzenwert, aber für die Grösse des Autos in Ordnung.
Preise
Den Japaner gibt es ab Fr. 31’490.- und gut ausgestattet kommt der Einkaufspreis auf Fr. 37’490.-.
Positiv (+)
Einfache und gute Bedienung
Gute Platzverhältnisse zu Viert
Knöpfe und Regler für Klimaanlage
Negativ (-)
Keine Direkttasten im Infotainment
Temposchilder nicht immer korrekt gelesen
Geschrieben am 27.12.2025 von Patrick Schärli
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